
Allgemein
Unsere Meinung
Unsere Analyse
Unsere Zielsetzung
Ansprechtpartner
Unsere Bemühungen

"Integration durch Sport" ist ein Programm des
Deutschen Sportbundes (DSB) und ist in der Umsetzung
an die Landessportbünde eigenverantwortlich angegliedert. Das zentrale Ziel des Programms ist die Integration der
Zuwanderer in die Aufnahmegesellschaft und in den organisierten Sport. Das Programm wird vom Bundesministerium des
Innern gefördert.
Dieses Programm des Deutschen Sportbundes ist zeitgemäß und zukunftsorientiert angelegt, und
fügt sich in das Gesamtkonzept der Integrationsförderungen der Bundesregierung ein.
Im Rahmen des
Projektes "Integration durch den Sport" kooperieren wir mit verschiedenen Institutionen, z.B. mit der Gleichstellungsstelle
der Stadt Erkrath (woraus entstanden: Aktionstage "Gesundheit und Sport", "internationales Bewegungswochenende für
Frauen", Postkartenaktion u.a.), mit Parea (Sportschnupperkurse für Spätaussiedlerinnen aus GVS-Staaten), mit
Schulen (Fitnessgruppen für Mädchen, Schulaufgabenbetreuung für Kinder mit Migrationshintergrund) usw.
Sportvereine, die sich besonders für die Integrationsarbeit engagieren,
werden als Stützpunktvereine bezeichnet. Sie besitzen für die Programmentwicklung und -umsetzung einen zentralen
Stellenwert.
Im Jahr 2005 wurde der TSV Hochdahl 64 e.V. für seine vorbildhafte
"Integrationsarbeit im Sport" bundesweit mit dem
Goldenen Stern des Sports ausgezeichnet.
2007 gratulierte
der Bundespräsident Horst Köhler den TSV-Vertretern prsönlich zu dieser Auszeichnung.
Information zu dieser Auszeichnung findet man in:
Deutschland ist faktisch seit langem ein Einwanderungsland. In den letzten 10 Jahren haben rund 2,5 Millionen Spätaussiedler in Deutschland eine neue Heimat gefunden. Gegenwärtig leben rund 7,3 Millionen Ausländer in Deutschland. Weitere 8 Millionen Ausländer werden in den kommenden 20 Jahren hinzukommen. Dies stellt für unsere Gesellschaft eine neue, große Herausforderung dar und erfordert ein solides Integrationskonzept, das auf allen gesellschaftlichen Handlungsebenen greift.
Der Dialog zwischen Spätaussiedlern und Ausländern der Aufnahmegesellschaft soll unter Berücksichtigung aller verfügbaren Hilfsmittel unterstützt werden. Die Vermittlung sozialer Ziele und Aspekte der Gewaltvorbeugung sind wichtige Komponenten der Integrationsarbeit, die durch Einbeziehung des Sports umgesetzt werden können.
Das zentrale Ziel des Programms ist die Integration der Zielgruppe in die Aufnahmegesellschaft durch und in den organisierten Sport. Er kann durch Aktivierung aller Hilfsmittel auch einen Beitrag zum Abbau von Sprachbarrieren, kulturellen Vorbehalten und zur Gewaltvorbeugung leisten. Für diese umfassende Aufgabe ist der Dialog zwischen Aufnahmegesellschaft und Zielgruppe zu fördern und die gegenseitige Akzeptanz zu entwickeln.
Die gesellschaftlichen Ziele des Programms sind also neben der Information über das Sportsystem die Schaffung und Förderung langfristiger Integrationsstrukturen unter Einbindung des organisierten Sports. Das Programm soll das soziale Engagement von Sportorganisationen fördern und stärken.
Die Umsetzung der sportspezifischen Programmziele innerhalb von Netzwerken, - auch außerhalb des organisierten Sports -, ergänzt die Arbeit der Sport- und Stützpunktvereine, und bietet eine große Chance, lokal handlungsfähig zu bleiben und flexibel zu reagieren.
Erst die Umsetzung des Programms durch die vor Ort tätigen Sportvereine gewährleistet eine langfristige und
kontinuierliche Arbeit. Sie fördern die Integration der Zielgruppe in hohem Maße durch deren Einbindung in den Trainings-
und Wettkampfbetrieb und ebenso ins Vereinsleben mit seinen vielfältigen kulturellen und freizeitorientierten Angeboten.
(Quelle: Konzeption Programm "Integration durch Sport". Deutscher Sportbund)
Den Stadtteil Erkrath Hochdahl charakterisiert ein hoher Aussiedler- und Ausländeranteil bei den Jugendlichen. Der Großteil dieser Menschen lebt im sozialen Wohnungsbau in den Hochhäusern. Leider ist die Wohnungsstruktur sehr ungünstig, da viele Hochhäuser, - sogar ganze Straßenzüge -, fast ausschließlich von Familien mit marokkanischen und türkischen Migrationshintergrund bzw. von Aussiedlerfamilien aus Polen bzw. Russland bewohnt werden. Dieses soziale Umfeld trägt eher zur Isolation von Nationen bei, so dass Integration vorwiegend auf der Arbeitsstelle, in der Schule, im Kindergarten oder im Freizeitbereich stattfinden kann.
Die örtlichen Institutionen wie Kirchen, SKFM und Jugendamt haben einige öffentliche Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, die mit ihrer pädagogischen Arbeit zur Integration beitragen. Auch ein örtlicher Fußballverein hat einen starken Zulauf an ausländischen Kindern und Jugendlichen. Dies ist jedoch bei weitem nicht ausreichend.
Der TSV Hochdahl ist ein Breitensportverein mit über 3000 Mitgliedern.
Schon seit 14 Jahren konnte der Verein Erfahrungen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sammeln und somit einen
beträchtlichen Anteil zur Integrationsarbeit leisten. Ca. 70% der Besucher der Offenen Tür (Kinder- und Jugend-Zentrum
des TSV Hochdahl) haben einen Migrationshintergrund und können zusammen mit einheimischen Kindern die vielseitige
Angebotspalette dieser Einrichtung nutzen.
Zu den Möglichkeiten gehören
Ganztagbetreuung (Hausaufgaben und Freizeitbetreuung),
Jungen- und Mädchen-Programme
mit Interessengruppen, geschlechtsspezifische Angebote und Ausflüge, Ferienspaßprogramme und Ferienfreizeiten.
Diese Einrichtung und deren personelle Struktur, sowie die vorhandene Zielgruppe und die Übungsleiter des Vereins bilden ausreichende Hilfsmittel, um integrative Sportangebote zu installieren. Des weiteren hat der Verein auf Grund seiner Größe, seiner starken kooperativen Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und seinem sozialen Engagement eine starke Lobby in der Stadt.
Der TSV Hochdahl unterstützt die Idee des Programmes "Integration durch Sport". Die Zielgruppe
wird zunächst auf Kinder und Jugendliche begrenzt (auf Grund der derzeit real vorhandenen Möglichkeiten).
Wir wollen verwirklichen:
| Mittelfristig: Integration von ausländischen Kinder und Jugendlichen in den speziell installierten Sportangeboten |
|
| Langfristig: Integration der Zielgruppe in den Verein und in die Gesellschaft |

Der TSV Hochdahl hat Zuschüsse für das Projekt beantragt und trägt zur Integration in unserem Umfeld bei. Wir bieten an:
| Sport für alle: (Mehr Info: hier)
Offene Sportgruppe für Jungen, in der verschiedene Breitenportarten ausprobiert werden können. Prinzip: wer kommt, kann mitmachen! Montags 16.00-17.30 Uhr Alter 9 - 13 Jahre |
|
| Fitnessgruppe für Mädchen (9 - 13 Jahre): In dieser Gruppe sind alle Mädchen willkommen, die Spaß an Bewegung haben, die tanzen und sich fit halten wollen. Hier trifft Sport auf Freundschaft. Donnerstags 17.00 - 18.00 Uhr |
|
| Billardliga: Die Billardliga findet an zwei Nachmittagen statt: Mittwochs und Donnerstags jeweils 16.30 - 18.30 Uhr Mittwochs wird das Training von den Jugendlichen in Eigenregie durchgeführt. Donnerstags steht den Jugendlichen ein Trainer zur Verfügung. Die meisten Jugendlichen sind im Ater von 12-16 Jahren und kommen aus verschiedenen Ländern (Albanien, Spanien, Türkei, Marokko, Russland und Deutschland) Einmal im Monat finden Freundschaftspiele mit andern Mannschaften aus den anderen Jugendhäusern im Kreis Mettmann statt. Ziel ist es, dass die Jugendlichen sich mit der Gruppe identifizieren, neue Eindrücke sammeln, durch Spiel (Gewinnen und Verlieren) ein Selbstwertgefühl aufbauen, sich gegenseitig kennen lernen und gegebenenfalls Freundschaften schließen. |
|
| Fußballgruppe für Jugendliche: Jeden Freitag in der Zeit von 16.00 - 17.30 Uhr haben Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Nationen die Möglichkeit, an einem Fußballtraining teilzunehmen. Teamgeist und Spaß stehen hier im Vordergrund. |
|
| Gymnastik & Fitnessangebot für muslimische Frauen: Eine neue Gruppe des TSV Hochdahl ist adressiert an muslimische Frauen, die im "geschützten Raum", unter Anleitung einer Übungsleiterin (Gülsah Tokgün) sich gesundheitsorientiert bewegen. Auch "Nicht muslimische Frauen" sind willkommen. Termin/Ort: donnerstags 10.00 - 11.00 Uhr in der TH II der Grundschule Sandheide, Daniel-Schreber-Weg (Stadtplan). |
|
| Ferienfreizeiten: Bei den vom Verein organisierten Ferienfreizeiten u.a. in Hinsbeck, Wiehl und Xanten wurden seit einigen Jahren mehrere Aussiedler- und Migrantenkinder in die Freizeitmaßnahmen integriert. Die Anwerbung läuft über soziale Institutionen, Schulen und "Mund zu Mund Propaganda". Bei diesem Angebot ist das Ziel, dass die Kinder sich kennen lernen, gemeinsam die Zeit verbringen und zum Spaß am Sport geführt werden. |
Koordination: Gabriela Klosa, Tel: 02104 - 42 622